Unser Tektonaut-Workshop im Jugendzentrum Wachtendonk

Unser Tektonaut-Workshop im Jugendzentrum Wachtendonk

Sascha Lenze

8/9/20262 min lesen

Vier Tage voller Ideen: Unser Tektonaut-Workshop im Jugendzentrum Wachtendonk

Manchmal braucht es nur vier Tage, ein paar Kartons, jede Menge Kabel und offene, neugierige Kinderaugen, um etwas wirklich Besonderes entstehen zu lassen. Genau das haben wir – Tektonaut – in dieser Woche im Jugendzentrum Wachtendonk erlebt.

Tag 1: Der Anfang einer Idee

Los ging es mit einer automatischen Blumengieß-Anlage. Unsere Nachwuchs-Tüftlerinnen und Tüftler zwischen 8 und 12 Jahren haben die Anlage von Grund auf selbst gebaut und direkt im Anschluss mit der Konstruktion eines passenden Gehäuses begonnen. Die ersten Entwürfe entstanden ganz klassisch: aus Pappe, mit Schere und Klebeband. Der Einsatz und die Konzentration der Kinder waren beeindruckend – und ein Dank ging schon an diesem ersten Tag an das Team des Jugendzentrums, das uns tatkräftig zur Seite stand.

Tag 2: Von der Pappe zum 3D-Modell

Am zweiten Tag ging es Schlag auf Schlag. In kleinen Gruppen steckten die Kinder ihre LED-Schaltungen komplett selbstständig – angefangen bei einer einzelnen LED, die sie eigenständig immer weiter ausbauten. Mit KI-Unterstützung schrieben sie eigene Programme, um verschiedene Schaltungen auszuprobieren, darunter zufälliges Blinken und ganz unterschiedliche Leuchtmuster.

Parallel wurde ein Pinguin-Roboter fertiggestellt und zum ersten Mal eingeschaltet – er schien auf Anhieb zu funktionieren. Mit Unterstützung von Jonathan lernten die Kinder außerdem, wie man mit TinkerCAD konstruiert: Aus den Pappe-Mockups vom Vortag wurden konkrete 3D-Modelle für das Gehäuse der Blumengieß-Anlage, und der erste gedruckte Prototyp ging noch am selben Tag an den Start.

Tag 3: Der produktivste Tag

Der vorletzte Tag hatte es in sich – so viel wurde geschafft, dass man kaum weiß, wo man anfangen soll. Der Pinguin-Roboter wurde ausführlich getestet und funktionierte einwandfrei. Auch das Roboter-Auto wurde fertig zusammengebaut, getestet und lief auf Anhieb. Jona und sein Team programmierten auf einem ESP32 mit Joystick gleich zwei eigene Spiele: Snake und Pacman. Nebenbei wurde ein defektes Lego-Technik-Auto repariert, das Getriebe komplett neu gedruckt – und auch die Box für die Gießanlage war an diesem Tag fertig.

Tag 4: Ruhiger Ausklang, letzte Projekte

Nach drei intensiven Tagen ging es zum Abschluss etwas ruhiger zu: Wir waren mit den Kindern draußen, haben gespielt und gelacht. Trotzdem blieb noch Zeit für ein paar letzte Projekte. Jonathan baute gemeinsam mit den Kindern einen Schaltkreis aus Servos und LEDs, der sich per Näherungssensor selbst über eine Not-Abschaltung ausschalten lässt. Ein Kind baute gemeinsam mit Sascha ein Thermometer mit Display, das verschiedenste Statistiken erfasst. Und zum großen Finale konstruierten und druckten die Jungs noch ein eigenes Haus in 3D.

Ein weinendes und ein lachendes Auge

Vier Tage, unzählige Projekte: eine Blumengieß-Anlage samt gedrucktem Gehäuse, ein Pinguin-Roboter, ein Roboter-Auto, selbstgesteckte LED-Schaltungen, eigene Spiele auf dem ESP32, ein repariertes Lego-Technik-Auto, ein Thermometer mit Datenerfassung und ein 3D-gedrucktes Haus. Aber das Wichtigste war nie, was gebaut wurde – sondern wer es gebaut hat.

Wir gehen mit einem weinenden und einem lachenden Auge nach Hause. Weinend, weil der Workshop nun vorbei ist und wir diese Kinder ins Herz geschlossen haben. Lachend, weil wir eine ganze Woche lang miterleben durften, mit wie viel Herzblut und Kreativität sie bei der Sache waren.

An alle unsere Tektonauten: Danke für die tollen vier Tage – ihr wart großartig. Danke an die Eltern für euer Vertrauen. Und ein besonderer Dank geht an das Team des Jugendzentrums Wachtendonk, das uns die ganze Woche über tatkräftig unterstützt hat.

— Euer Tektonaut-Team

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