Zweiter Teil der ersten Sommer-AG "Technik für Kinder"
Wunsch und Realität
PROJEKTEKURSE
Jonathan Eckstein
7/13/20262 min lesen


Unsere Technik-AG wurde am 30.06.26 fortgesetzt.
Wie entsteht ein Roboter?
Da wir uns im ersten Termin darauf geeinigt hatten, wie der Roboter im Groben aussehen und welche Funktionen er haben soll, habe ich im Vorfeld schon einmal eine Fahrplattform auf Kettenbasis recherchiert und die Teile dafür 3D-gedruckt. Dazu habe ich Batterien, Sensoren und Motoren besorgt sowie auch Werkzeuge und einen Lötkolben und ein Handschleifgerät. Dazu habe ich mir schon überlegt, wie die Elektronik und die Stromversorgung aussehen müssten.
Die Panzer-Plattform "ProtoTank", https://www.thingiverse.com/thing:972768, ist eine tolle Baugrundlage, da man modular selbst vieles anbauen kann, nach eigenen Anforderungen. Auf Grundlage der Modulrahmen habe ich auch selbst noch Adapter für Klemmbausteinaufbauten konstruiert, die ich noch einmal gesondert veröffentliche. Auf diesen können der Akku, die Sensoren und einfach so Klemmbausteinmodelle aufgesetzt werden.
Voraussetzungsvolle Arbeiten
Eigentlich sollte das erste Erfolgserlebnis durch das Zusammenbauen der vorgefertigten Konstruktion der einfache Teil sein, war aber dann gar nicht so leicht zu haben. Man merkt schon, dass das handwerkliche Verständnis noch nicht so richtig vorhanden war.
Es gehört halt einiges an Koordination und Mitdenken dazu, selbst einen Bausatz zusammenzubauen.
Gut, dass wir uns nicht erst mit der Konstruktion der Einzelteile auseinandersetzen mussten. Das hätte den Rahmen endgültig gesprengt.


Sich an der Realität messen
Das Zusammenbauen hat nicht allen gefallen, aber wie soll ein Roboter entstehen, wenn man ihm keinen Körper gibt?
Parallel dazu gab es wieder gemeinsame Überlegungen über weiterreichende Funktionen, die die Kinder sogar mit Quasi-Technischen Zeichnungen durchdacht haben. Tolle Sache! Der Süßigkeiten-Auswurf-Schacht sollte schließlich nicht ohne Schlüssel der Lehrerinnen funktionieren und man darf sich keinesfalls an sich schließenden Deckeln einklemmen.
"Kann ich schonmal dem Roboter meine Stimme für seine Sprache geben?", "Kann ich eine LED-Kette anbauen?" Solche Fragen und Wünsche musste ich zurückstellen, da wir zu dem Zeitpunkt noch nicht einmal die Motoren zum Laufen bekommen hatten.
Bottom-Up: Erst die Grundfunktionen, dann die Wunschfunktionen.
Vier DC-Motoren, die zu je zweien an einem Motorcontroller L298N angeschlossen werden. Diese werden versorgt mit einer 9-Volt-Akku-Batterie (Genial, dass es das gibt!). Step-Down-Converter für die Spannungsregelung auf 5 Volt für den ESP32-Mikrocontroller.
Ausblick
Die 90 Minuten waren auch zu diesem Termin natürlich ruckzuck rum. Ans Programmieren haben wir dabei noch gar nicht denken können. Es ist eben doch viel zu tun an so einem Projekt.
Wie sagen wir denn dem Elektronikgehirn, was es tun soll; welche Gließmaßen und Sinne es hat? Wie spielen Motoren und Sensoren so zusammen, wie wir es uns überlegt haben?
Es muss noch ein neuer Termin her. Hoffentlich noch in diesem Schuljahr. Begeisterung und Interesse sind vorhanden. Bestenfalls kann die Technik-AG als dauerhafte Institution regelmäßiger einen Platz in der Schule einnehmen.


